Wurzeln

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Wurzeln - Schamanismus und Taoismus

 

Etwa zur Zeit der großen Kriege (1200 bis 200 v.Chr.) entwickelte sich in China der Schamanenkult: Krankheiten und Leiden galten als Werk von Dämonen und wurden als unumgänglich angesehen. Dennoch wurden Fasten- und Säuberungsrituale, Atemtechniken und rituelle Tänze zur Vorbeugung gelehrt - und es existierte ein großes Arsenal an Medizinen aus Kräutern sowie tierischen und mineralischen Substanzen.

Aus dem fünften Jahrhundert n.Chr. stammen die Aufzeichnungen des Arztes sun si miao Darin waren 13 "Dämonenlöcher" am menschlichen Körper gekennzeichnet, deren Stimulation mit Nadeln die Heilung von Krankheiten bewirken sollte; ferner nannte er 32 Arzneidrogen gegen Krankheitsdämonen.

Inzwischen war jedoch eine neue naturphilosophische Bewegung herangewachsen: der Taoismus, um 500 v. Chr. von Laotse begründet. Sie betrachtete den Wandel der Natur als Ausdruck der inneren Gesetzmäßigkeit der Natur, genannt Tao  (sprich: "Dao" - wörtlich: Sinn, Weg, Bahn). Das Tao erzeugt das polare Spannungsfeld zwischen den komplementären Kräften Yin  und Yang  ("Jin" und "Jang" gesprochen). Aus diesem Spannungsfeld entstehen alle Dinge - auch die Lebensenergie Qi . Tao und Qi sind also der Ausgangspunkt aller Lebensvorgänge.